Soft-Skills
Für die Qualität der Soft-Skills ist weniger der Intelligenzquotient (IQ), als vielmehr der Grad der emotionalen Intelligenz (EQ) verantwortlich. Die emotionale Intelligenz steht in Wechselbeziehung zu Persönlichkeitsstruktur und Umgebung des Individuums. Emotionale Intelligenz und somit auch die Soft-Skills können trainiert werden. Je früher das "Training" beginnt, umso leichter und schneller ist der Weg zu einer emotional ausgeglichenen Persönlichkeit. Grundlage für die Bildung und Entwicklung der Soft-Skills ist die Fähigkeit eigene Stimmungen und Stimmungsveränderungen, sowie die unserer Mitmenschen wahrzunehmen. Das ist somit von der Qualität des Wahrnehmungsvermögens abhängig. Um Charaktereigenschaften und Handlungsweisen von Mitmenschen zu verstehen, sind die nonverbalen Kommunikationsinhalte wichtig. In der Alltagskommunikation entscheidet nicht WAS gesagt wird, sondern WIE es gesagt wird. Die größte Bedeutung liegt in der nonverbalen Kommunikation.
Nachfolgend sollen einige Begriffe, die diese weichen Fähigkeiten benennen, Ihnen das Verständnis des Begriffs "Soft Skills" erleichtern.
In alphabetischer Reihenfolge:
Achtsamkeit
Durchsetzungsvermögen
Eigenverantwortung
Einfühlungsvermögen
Empathie (Mitgefühl)
Kommunikationsvermögen
Konflikte und Misserfolge bewältigen können
Kreativität
Kritikfähigkeit
Menschenkenntnis
Motivation, Fleiß, Ehrgeiz
Neugier
Persönlichkeit (Charisma)
Redegewandtheit, Schlagfertigkeit
Selbstbewusstsein
Stressresistenz
Teamgeist
Urteilsvermögen
Verhandlungsführung
Vertrauenswürdigkeit
Wie können die Soft-Skills verbessert werden?
Das menschliche Gehirn besteht aus etwa einer Billion Nervenzellen mit einer Billiarde Verknüpfungspunkten. Die Soft-Skills entstehen in den emotionalen Zentren, die sich in unterschiedlichen Gehirnregionen befinden. Diese emotionalen Zentren bildeten sich im Laufe von Jahrmillionen aus dem Hirnstamm, dem ältesten und primitivsten Teil unseres Gehirns. Das limbische System, das das Stammhirn direkt umringt, ist für die Grundemotionen wie Freude, Wut, Angst und Trauer verantwortlich. Durch die Bildung des Neokortex wurde der Homo Sapiens erst zum "Menschen". Hier befindet sich die Denkzentrale, hier werden auch die "feineren Gefühle" (Liebe, Mitgefühl, Ehrlichkeit, etc.) gespeichert und verarbeitet. Die ersten Prägungen unserer Gefühle entstehen bereits im ersten Lebensjahr und entscheiden über Urvertrauen oder Urmisstrauen. Der Erziehungsstil und die Vorbilder unserer Bezugspersonen prägen unsere weitere emotionale Entwicklung. Manche Verhaltensmuster sind tief in uns verwurzelt und ließen sich in der Vergangenheit nur sehr schwer verändern. Heute gibt es durch tiefenpsychologische Methoden die Möglichkeit, Verhaltensweisen, die nicht mehr sinnvoll erscheinen, in relativ kurzer Zeit zu verändern. Die alte Weisheit: "Eine tiefgreifende Veränderung muß langsam und schmerzvoll sein" - gilt heute so nicht mehr.
Lösungsorientiertes Vorgehen und systemisch orientierte NLP-Techniken helfen die inneren Ressourcen zu aktivieren und neue Verhaltensweisen zu generieren. Und das Alles geht häufig, ohne daß zu sehr über die Inhalte des zu verändernden Verhaltens gesprochen werden muß.
Wie die äußeren Verhaltensweisen, so können auch die inneren Denkmuster und Strukturen verändert werden. Ein Problem oder eine Blockade muß dann nicht mehr als Einbahnstraße gesehen werden, sondern lediglich als Feedback für eine Sache, die so nicht funktioniert. Mit Abstand betrachtet sind die meisten Probleme ohnehin lösbar. - Was uns hindert, ist nur unsere momentane Sichtweise.
Aus der Tatsache heraus, daß sich durch solche Techniken die Wahrnehmung erweitert, und wir in der Lage sind flexibler zu reagieren, entwickeln sich auch unsere sozialen Kompetenzen, also unsere Soft-Skills. Neue Erkenntnisse in einer Fähigkeit lassen sich oft in angrenzende Bereiche transportieren.
Übrigens funktionieren diese Veränderungen in jedem Alter und können so dazu beitragen, daß man sich besser fühlt und die Gesundheit positiv beeinflusst wird.
Sie sollten es einfach mal ausprobieren!
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